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Neue Methode am LKH Gmunden: Beinverlängerung mit Hilfe von MarknagelOA Dr. Karl Schellmann


Unterschiedliche Beinlängen sind ein gar nicht so selten verbreitetes Krankheitsbild, das unbehandelt zu Schäden und Schmerzen im Wirbelsäulen- und/oder Hüftbereich führen kann. An der Abteilung für Orthopädie des LKH Gmunden werden nun seit kurzem Beinverlängerungen und Achsenkorrekturen mit Hilfe eines Marknagels durchgeführt. Der Eingriff ist beinahe schmerzfrei und eignet sich vor allem für junge Menschen, denn „ihnen können wir auf diese Weise die unterschiedlichen Beinlängen korrigieren, sodass Schäden und Schmerzen im Wirbelsäulen- oder Hüftbereich vorgebeugt wird“, erklärt OA Dr. Karl Schellmann von der Gmundner Orthopädie, der diese in Österreich noch recht neue Methode bereits erfolgreich angewandt hat.

Beim operativen Eingriff schneiden die OrthopädInnen den betroffenen kürzeren Ober- bzw. Unterschenkelknochen auseinander und setzen in den Markkanal einen Nagel ein. Der Knochen wird dabei nur so weit wieder zusammengeführt, dass sich zwischen den beiden Schnittstellen neues Knochengewebe bilden kann. Mittels einfachen Drehbewegungen kann der Arzt/die Ärztin den Marknagel in den folgenden Tagen und Wochen Millimeter für Millimeter auseinander dehnen und dadurch die gewünschte Verlängerung erreicht werden. Innerhalb von etwa 20 Tagen kann das Bein um ca. zwei Zentimeter verlängert werden.

Bereits am Tag nach dem operativen Eingriff können die PatientInnen aufstehen und drei bis vier Tage nach dem Einsatz des Marknagels das Spital wieder verlassen. Ist der Knochen gefestigt, entfernen die Orthopäden den Nagel und der Patient/die Patientin kann das Bein wieder voll belasten.

Marknagel