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Endlich wieder kräftig zupacken können: Dank eines neuen künstlichen Daumengelenks


Gelenksabnützungen, so genannte Arthrosen, erschweren vielen Menschen ganz alltägliche Aufgaben. Im Hüftbereich werden schon lange Operationen durchgeführt, die das geschädigte Gelenk durch ein künstliches ersetzen. Das LKH Gmunden bietet diesen Eingriff jetzt auch Patienten an, die Beschwerden mit dem Daumengelenk haben.

„Bei Patienten mit einer Abnützung im Daumensattelgelenk führt oft schon festes Zugreifen zu starken Schmerzen. Das Öffnen eines Flaschenverschlusses ist dann eine fast unüberwindbare Aufgabe“, weiß OA Dr. Jörg Kraupatz von der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie.

Wenn bisher konservative Therapiemaßnahmen wie Schienenbehandlungen, Kortisoninjektionen und physikalische Maßnahmen nicht fruchteten, standen zwar noch operative Möglichkeiten zur Verfügung, die für die Patienten aber einen entscheidenden Nachteil brachten: „Durch die Versteifung des Gelenks büßten die PatientInnen oft die Beweglichkeit des Daumens völlig ein“, bestätigt Dr. Kraupatz. Durch das künstliche Daumengelenk bleiben sowohl Beweglichkeit als auch Daumenlänge und Kraft voll erhalten. Außerdem sorgt die neue Methode für eine wesentlich raschere Genesung. Nach nur zwei Wochen, in der das Gelenk per Gipsschiene ruhig gestellt wird, kann mit normaler Belastung begonnen werden.

OA Dr. Jörg Kraupatz ist von dem Gelenksimplantat voll überzeugt und freut sich über die Vorteile für seine PatientInnen: „Die ersten Ergebnisse stimmen uns sehr zuversichtlich, diese Methode auch in Zukunft unseren Patienten anzubieten.“
Das künstliche Daumengelenk im Röntgen

Das künstliche Daumengelenk

 

 

 

    Das künstliche Daumengelenk

 

 

   Das künstliche Daumengelenk im Röntgen.