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Elektronischer Chirurg assistiert im OPUm die Operationstechnik bei der Implantation von künstlichen Kniegelenken weiter zu verbessern, wird an der Abteilung für Orthopädie am KH Gmunden ein „elektronischer Assistent“ im OP-Saal eingesetzt. Die Implantation künstlicher Kniegelenke erlebte einen rasanten Aufschwung in den letzten Jahren. Heute werden bereits beinahe soviel künstliche Kniegelenke wie Hüftgelenke implantiert. Aber nicht immer sind die Patienten nach der Operation völlig beschwerdefrei. „Bei genauer Analyse stellt sich dann nicht selten heraus, dass trotz exakter präoperativer Planung und großer Erfahrung des Operateurs die anatomischen Verhältnisse nicht zu 100 Prozent rekonstruiert werden konnten“, so Prim Dr. Reinhold Dallinger, Vorstand der Abteilung für Orthopädie am KH Gmunden. Um die Operationstechnik weiter zu verbessern, entwickelte ein deutsches Unternehmen für die Implantation von Knietotalendoprothesen ein computerassistiertes Navigationssystem. „Damit kann beispielsweise der Bandapparat computergestützt genau ausbalanciert werden, was wiederum eine hohe Stabilität und große Beweglichkeit des Kniegelenks bedeutet“, so Prim. Dallinger. Das System erlaubt dem Operateur über infrarotgesteuerte Sensoren, die an sogenannten Schnittlehren befestigt sind, ständig seine Sägeschnitte zu kontrollieren und im Bedarfsfall zu ändern. Die computerassistierte Navigation stellt damit einen zusätzlichen Kontrollmechanismus dar. Klinische Studien belegen, dass eine höhere Exaktheit der Implantation mittels Navigationstechnik möglich ist und somit auch eine längere Haltbarkeit der Prothese bedeutet. „Die Operationsdauer und der Hautschnitt sind zwar insgesamt etwas länger“, so Prim, Dallinger, „trotzdem gehe ich davon aus, dass die computerassistierte Navigation in spätestens fünf bis zehn Jahren standardmäßig bei allen Knieendoprothesen zum Einsatz kommen wird“. |
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