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Sprunggelenksprothese am KH Gmunden:

Damit Sie auch morgen noch kraftvoll auftreten können


(OA Dr. Jörg Kraupatz implantierte die
1. Sprunggelenksprothese am LKH Gmunden)

Bisher wurde bei Arthrosen das obere Sprunggelenk versteift, was einer empfindlichen Beeinträchtigung beim Gehen gleichkam. "Mit einem künstlichen Sprunggelenk kann der Betroffene normal gehen", verdeutlicht OA Dr. Jörg Kraupatz von der orthopädischen Abteilung des Landeskrankenhauses Gmunden die Vorteile einer Sprunggelenksprothese. Das künstliche Gelenk wird am Landeskrankenhaus Gmunden in einer zweistündigen Operation unter Vollnarkose oder Kreuzstich eingesetzt.

"Nach Knöchelfrakturen, für Rheumatiker und zur Behandlung von Arthrosen des oberen Sprunggelenks eignet sich die Sprunggelenksprothese", erklärt der Orthopäde. Treten massive Schmerzen, sowohl bei Belastung wie auch in Ruhe auf und greift die konservative Therapie - also Infiltrationen, orthopädische Schuhe und Schmerzmittel - nicht mehr, rät Kraupatz zu der Operation.

Nach dem Einsetzen der Gelenksprothese erhält der Patient für 4 Wochen einen Gipsverband - nach Gipsabnahme kann das Bein normal belastet und bewegt werden. Für sportlich sehr aktive Menschen ist diese Behandlung allerdings nicht besonders geeignet, wie der Orthopäde hinweist, denn: "Stop-and-Go Sportarten, wie etwa Tennisspielen sollten mit der Prothese eher vermieden werden." Für normale Beanspruchung stellt die Sprunggelenksprothese laut Kraupatz aber eine gute Möglichkeit zur Beseitigung von Arthrosen dar.

Mit dem Einsatz des künstlichen Gelenks ist die Beweglichkeit für das normale Gehen ausreichend, während mit dem versteiften Gelenk das Gehen deutlich eingeschränkt ist und zudem Schuhe mit Abrollhilfe notwendig macht, veranschaulicht Kraupatz.


Sprunggelenksprothese
Foto: Sprunggelenksprothese