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LKH Gmunden setzt 2002 einen Schwerpunkt "Osteoporose"

Eine Prognose besagt, dass im Jahr 2050 mit einer Verdoppelung der Hüftfrakturen in Europa zu rechnen ist. Im asiatischen Raum sogar mit einer Vervierfachung. Osteoporose ist die häufigste Ursache dafür.
Die WHO (Welt-Gesundheitsorganisation) hat daher zur Dekade der Knochen und Gelenke aufgerufen. In diesem Sinne fand vor kurzem in Wien ein österr. Osteoporose-Tag statt.

Prim. Dr. Wolfgang Hager, Leiter der Unfallchirurgie am Landeskrankenhaus Gmunden hat sich dabei über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Prognosen informiert und möchte nun verstärkt aufklären. „Das kommende Jahr wird daher das LKH Gmunden einen Informationsschwerpunkt zum Thema Osteoporose setzen!“ betont Prim. Hager, „Denn wir rechnen mit einer Zunahme von hüftnahen Brüchen um 10 Prozent pro Jahr!“.

Frauen sind Haupt-Betroffene

Die Osteoporose zählt zu den häufigsten Erkrankungen. Vornehmlich sind Frauen betroffen. Ab dem mittleren Lebensalter kann bei 40% der Frauen und bei 13% der Männer mit einer Osteoporose-bedingten Fraktur (Bruch) gerechnet werden. Hauptsächlich gefährdete Gelenke sind Hüfte, Becken, Wirbelsäule, Handgelenke und Schultern. Chronische Rückenschmerzen und eine zunehmende Gehbehinderung sind die weiteren Folgen Osteoporose-bedingter Wirbelveränderungen. 80% der Osteoporosepatienten sind in der ersten Zeit ihrer Erkrankung mitunter völlig schmerzfrei.

Knochendichtemessungen

Bei bestimmten Risikosituationen sollte in der Menopause, das heißt mit Beginn der Wechseljahre, zur Vorsorge eine Knochendichtemessung durchgeführt werden. Ist eine Osteoporose-Gefahr gegeben, kann rechtzeitig entgegengewirkt werden.

Richtige Ernährung

„Calcium und VitD3 zuführen, das ist das Wichtigste!“ empfiehlt Prim. Hager. „Es gibt bereits Kombipräparate, die beide Substanzen enthalten. Dazu viel Milch und Käse essen und Gepökeltes sowie Wurst meiden, denn der darin enthaltene Phosphor entzieht zusätzlich Calcium!“

Stürzen vorbeugen

Zum Schutz vor Hüftfrakturen empfiehlt Prim. Dr. W. Hager bei Osteoporose vor allem einen mechanischen Schutz, das Tragen eines sog. Safehip. Das sind Verstärkungen an den Hüftgelenken, die wie Unterwäsche getragen werden können. Damit lässt sich das Bruchrisiko wesentlich senken.